Sonntag, 16. Mai 2010

Miniurlaub Ende

Ach schade ist das, dass dieses lange Wochenende schon wieder vorbei ist. Nach den kreativen Stunden am Donnerstag hab ich mir an meinem Brückentag gegönnt, die Lütten morgens doch im Kindergarten zu lassen und ganz in Ruhe über den Markt zu spazieren und noch ein bisschen an meinem Langzeitnähprojekt weiter zu arbeiten, ganz in Ruhe. 

Das war natürlich turboschnell schon wieder vorbei und schwupp! saßen an meinem Mittagstisch drei hungrige (zwei meine und eine beste Freundin) Minis und pulten das Gemüse aus der Suppe bis nur noch Sternchennudeln übrig waren. Die gewünschten Waffeln mussten ein bisschen improvisiert daher kommen, weil das weiße Mehl etwas knapp war. Mit Roggenmehl hab ichs aufgestockt, das schmeckte super, aber so hab sogar ich nur 2 1/2 Waffeln geschafft. Unglaublich, macht satt wie dicke Brotscheiben mit Nutella drauf...

Gefühlt eine Sekunde später ging Samstag morgen die Tür auf und ich wurde regelrecht aus dem Bett gezerrt! Erinnert mich bitte demnächst daran, große Ereignisse erst ganz kurzfristig auszuplaudern. Das birgt sicherlich großes Schlafpotential.... Schlussendlich sind wir um 10 Uhr los gekommen, Schwimmsachen unterm Arm, eigenhändig von den nicht wartebereiten Lütten gepackt und ins Auto gezerrt. Linusbad Lingen macht Spaß! Wir kommen wieder!

Und schon ist Sonntag. Große Ereignisse diesmal ganz spontan eingeschoben, ein Kirmesbesuch in Quakenbrück, wo ich die meiste Zeit meines Lebens gewohnt habe und nun arbeite. Seit original 25 Jahren (mindestens!) hat sich die Einteilung nicht verändert. Meine Kinder sind an der gleichen Stelle Zwergenbahn gefahren wie ich. Freaky...

Und zwei "An-meinen-Schultern-gerüttelt"-Ereignisse hielt die Kirmes auch noch für mich bereit. Die Lütte zeigte sich zu Beginn nicht überzeugt von der Idee, mit ihrer Cousine Kettenkarussell zu fahren. Am Ende wollte sie sich doch trauen und ich war fest davon überzeugt, sie kriegt eine Schreiattacke sobald das Ding oben ist und anfängt sich zu drehen. Innerlich rechnete ich schon aus, mit welcher Geschwindigkeit und in welchem Zickzackweg ich am schnellsten zu ihr komme, um sie aus ihrem Sitz zu befreien... und dann... Nichts! Eher das Gegenteil. Nach der dritten Fahrt musste sie aussteigen, keine Chips mehr, und dann gab es richtig Tränen. Kettenkarussell ist also ab sofort ihr Lieblingsfahrgeschäft. Bye bye Zwergenbahn!

Gut, okay, Mama kann sich irren. Muss lernen die "große" Tochter alleine Entscheidungen treffen zu lassen und so weiter. Jaja, ich weiß. Aber ich hab ja auch noch einen kleinen Sohn. Immer mutig, draufgängerisch, traut sich meist ein bisschen zu viel zu. Gerne schickt ihn seine große Schwester vor, wenn bei etwas unbekanntem erstmal die Gefahr eingeschätzt werden muss. 

Er aber hat heute vor dem Karussell kapituliert, in dem man selbst regulieren kann, in welcher Höhe das Flugzeug fliegt. Mit Onkel als Co-Pilot vielleicht? Ja! .... Nein, lieber doch nicht. Okay, mit Mama? Ja! ... Nein, lieber doch nicht! Doch, denn ich hatte ja den Chip schon gekauft. Also Mama und Lütter in einem pinken Flieger, der Lütte meine Hände fest im Griff. "Soll ich mal ein bisschen nach oben drücken!" fragt die liebe Mama. "NEIN!" Okay, vielleicht später. "NEIN!" Och, komm nur ein bisschen, wir sind das einzige Flugzeug, was die ganze Zeit auf dem Boden klebt. "ICH WILL DAS NICHT!" Ich habs aufgegeben. Das war einfach nicht seins. Ich hab ihn überschätzt. Ein paar Fahrten auf diversen Treckern und Feuerwehrautos (ja, ich dachte auch es ist ein Klischee, aber mittlerweile denke ich, das ist genetisch...) haben ihn sehr mit der Kirmes versöhnt. Leckeres Kaugummieis für die Lütten und Spargel für Mama und Papa haben das Wochenende abgerundet. Schön!

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